Gewähltes Thema: Grundlagen des passiven Solardesigns

Willkommen! Heute tauchen wir in die Grundlagen des passiven Solardesigns ein – die Kunst, Sonnenlicht, Wärme und Schatten so zu orchestrieren, dass Gebäude behaglich, energieeffizient und zeitlos klug funktionieren. Bleib dran, kommentiere deine Ideen und abonniere für weitere inspirierende Einblicke!

Jahreslauf der Sonne anschaulich erklärt
Im Winter steht die Sonne tief, im Sommer hoch. Diese einfache Wahrheit lenkt Fensterflächen, Dachüberstände und Raumorganisation. Wer nach Süden öffnet und nach Norden schützt, gewinnt Wärme, Licht und Ruhe – und spart Jahr für Jahr spürbar Energie.
Praxisbeispiel aus einer Reihenhaussiedlung
Ein Paar drehte den Grundriss ihres Neubaus um 15 Grad, um den Wintersonnenwinkel besser einzufangen. Ergebnis: spürbar wärmere Wohnräume an klaren Tagen, reduzierte Heizzeiten und ein Wohnzimmer, das an sonnigen Nachmittagen ganz ohne Heizung gemütlich bleibt.
Interaktive Übung für dich
Skizziere deinen Grundriss, zeichne Süd ein und prüfe: Welche Räume profitieren von Wintersonne? Wo stört sommerliche Hitze? Teile deine Skizze und Fragen in den Kommentaren und erhalte Feedback aus unserer Community.

Fenster, Verglasung und g-Wert verstehen

Dreifachverglasung mit niedriger Emissivität bietet top Dämmung. Achte auf einen ausgewogenen g-Wert: hoch genug für Wintergewinne, nicht zu hoch für sommerlichen Komfort. Gute Distanzhalter und gasgefüllte Scheibenzwischenräume schließen die Effizienzlücke.

Fenster, Verglasung und g-Wert verstehen

Warme Kanten, gedämmte Rahmen und luftdichte Anschlüsse sind entscheidend. Ein perfekt gedämmtes Fenster nützt wenig, wenn Leibungen und Anschlussfugen undicht sind. Plane Montageebenen sorgfältig und prüfe jedes Detail vor der Ausführung.

Thermische Masse: Wärme speichern statt verheizen

Materialwahl mit Wirkung

Beton, Ziegel und Lehm speichern Wärme zuverlässig, während Holz schneller reagiert und weniger speichert. Sichtbare, innenliegende Masse wirkt am besten. Kombiniere dunkle Böden im Winter mit reflexionsstarken Oberflächen für gezielte Sonnennutzung.

Tag-Nacht-Takt intelligent nutzen

Tagsüber speichert die Masse Sonneneinstrahlung, nachts kühlt sie aus. Öffne abends Fenster für sanfte Nachtauskühlung. Diese Rhythmik reduziert Heizspitzen und macht Räume behaglicher – ganz ohne komplizierte Regelstrategien.

Der gedämmte, luftdichte Mantel

Setze auf durchgehende Dämmschichten ohne Unterbrechungen. Luftdichtheitsfolien, korrekt verklebte Stöße und saubere Durchdringungen sind essenziell. Ein Blower-Door-Test deckt Leckagen auf und schafft Vertrauen in die tatsächliche Performance.

Typische Schwachstellen erkennen

Balkonplatten, Rollladenkästen und Fensterlaibungen verursachen Wärmebrücken. Plane thermische Trennelemente, gedämmte Kästen und sorgfältige Anschlussdetails. Jede beseitigte Schwachstelle steigert den Nutzen passiver Solarwärme im Alltag.

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Möchtest du eine kompakte Checkliste zu Luftdichtheit und Wärmebrücken? Abonniere unseren Newsletter, schreibe uns deine Projektsituation, und wir schicken dir eine praxisnahe, sofort nutzbare Übersicht.

Verschattung und sommerlicher Hitzeschutz

Ein tiefes Sommerdach schirmt hohe Sonnenstände ab, lässt aber tiefe Wintersonne hinein. Nutze einfache Zeichnungen mit Sonnenwinkeln, um Tiefe und Höhe von Überständen passend zu Fensterformaten zu dimensionieren.

Natürliche Lüftung und Nachtauskühlung

Querlüftung richtig planen

Gegenüberliegende Öffnungen, kurze Strömungswege und innere Oberlichter ermöglichen effektive Querlüftung. Türen ohne Falzspalt oder mit Lüftungsgittern verbessern den Luftaustausch, ohne akustische Privatsphäre zu opfern.

Kamineffekt nutzen

Warme Luft steigt auf. Öffne nachts oben weit, unten moderat – so zieht kühle Luft nach und entlädt thermische Masse. Ein kleiner Spalt am Dachfenster wirkt oft stärker als zwei große Öffnungen im Erdgeschoss.

Community-Experiment

Miss an drei heißen Tagen Innen- und Außentemperaturen, dokumentiere Lüftungszeiten und Fensterstellungen. Teile deine Kurven, wir analysieren Muster gemeinsam. So entsteht praxisnahes Wissen, das jeder sofort anwenden kann.

Tageslicht, Behaglichkeit und Nutzerverhalten

Lichtlenkung statt Blendung

Helle Decken, Lichtlenk-Lamellen und tiefere Fensterbrüstungen verteilen Licht gleichmäßig. Plane Blickachsen so, dass helle Zonen genutzt werden, ohne Monitore zu blenden. Tageslicht ist ein Werkzeug – führe es bewusst.

Bewohnende als Co-Designer

Ein Haus funktioniert am besten, wenn Menschen mitspielen: Jalousien morgens öffnen, mittags schließen, abends lüften. Kleine Gewohnheiten multiplizieren die Wirkung des Designs und machen Technik oft überflüssig.

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